Wie wichtig ist gesunder Schlaf für unsere Gesundheit. Dieser Frage wollen wir uns in diesem Magazinbeitrag einmal ausführlich widmen.

Ausreichend Schlaf ist wichtig für die Gesundheit, da sich in der Nacht unser gesamter Körper regeneriert – aber nur, wenn wir tief und fest schlafen. Der Schlaf folgt einem festen Muster mit insgesamt drei Phasen. Den Beginn markiert die Leichtschlafphase mit einer Dauer von 20 bis 30 Minuten. Auf sie folgt die Tiefschlafphase, die etwa eine Stunde dauert und die einen Übergang zur deutlich kürzeren REM-Phase (10 Minuten) bildet.

Damit sich der Schlaf positiv auf die Gesundheit auswirkt, ist sowohl die Dauer als auch die Qualität des Schlafs wichtig. Denn nur so kann der Körper ungestört die einzelnen Schlafphasen durchlaufen. Durch chronischen Schlafmangel und Schlafstörungen, die mit wenigen Tiefschlafphasen einhergehen, kann der Körper nachhaltig geschwächt werden.

Im Durchschnitt – und im Idealfall – schlafen Erwachsene sieben bis acht Stunden, Jugendliche neun bis zehn Stunden pro Nacht. Kinder benötigen aufgrund ihres Wachstums bis zu zwölf Stunden Schlaf, während über 70-Jährige mit fünf bis sechs Stunden Schlaf auskommen.

Die Abwehr wird gestärkt

Schlaf ist besonders für unsere körperliche Gesundheit wichtig. In der Tiefschlafphase schüttet das Gehirn besonders viel von dem Wachstumshormon Somatropin aus. Es stärkt die Knochenfestigkeit, erhöht die Leistungsfähigkeit, fördert die Wundheilung und repariert winzige Muskelverletzungen. Aktuelle Studien belegen, dass die Produktion von Abwehrzellen im Schlaf ihren höchsten Stand erreicht. Wir können uns also tatsächlich "gesund schlafen" – zum Beispiel, wenn wir bei einer Erkältung einfach einen ganzen Tag im Bett liegen bleiben.

Im Schlaf werden Zellschäden repariert

Auch den Schönheitsschlaf gibt es wirklich. Grund dafür ist das Wachstumshormon: Es sorgt nicht nur dafür, dass Kinder wachsen, sondern übernimmt auch im erwachsenen Körper wichtige Funktionen. Das Hormon repariert Zellschäden in der Haut und im Gewebe. Es ist wichtig für das Kollagengerüst und sorgt für straffe Haut. Außerdem baut das Hormon Fett aus den Zellen ab. Das ist auch der Grund, warum man zu Übergewicht neigt, wenn man dauerhaft zu wenig schläft.

Wer gut schläft, lernt besser

Nur im Tiefschlaf kann das Gehirn neues Wissen abspeichern. Wenn wir eine Sprache lernen, pauken wir zwar am Tag Vokabeln – aber wir merken sie uns erst im Schlaf! Tagsüber parkt das Gehirn die Informationen in einem Zwischenspeicher. Im Schlaf ruft es die Daten nochmal ab und überträgt alles Wichtige in den Langzeitspeicher. Tests zeigen: Wer nach dem Lernen schläft, erinnert sich besonders gut an neu erworbenes Wissen.

Schlaf schützt vor Krankheiten

Der Blutdruck wird im Schlaf heruntergefahren, das Herz schlägt langsamer. Wenn wir häufig aufwachen, steigt unser Blutdruck wieder an – vor allem, wenn wir in den wachen Phasen aufstehen. Länger anhaltende Schlafstörungen können so Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen begünstigen. Guter Schlaf beugt dagegen Burn-out und Depressionen vor, da im Schlaf ausgeschüttete Botenstoffe das Stresshormon Cortisol abbauen.

 

 

Ihr FilSuisse Wellness & Beauty Team