Kosmetikhersteller nutzen seit Jahrzehnten die Vorteile von Mineralölen: Diese sind lange haltbar, preisgünstig und können in gleichbleibender Qualität produziert werden. Aber wo bleibt der Mehrwert für die Hautgesundheit? Wie problematisch sind Mineralöle in Cremes und worauf sollten wir beim Kauf von Pflegeprodukten achten?


MINERALÖL AUF DER HAUT.

Mineralöle werden aus Erdöl gewonnen. Der grosse Gewinn für die Kosmetikindustrie liegt in der Haltbarkeit der Mineralöle. Während pflanzliche Öle verderben und in der Creme zusätzlich geschützt werden müssen, ist dies bei Mineralölen unnötig. Gut für die Hersteller – aber auch gut für die Haut? Ein klares Plus der Mineralöle - eine Allergie kriegen Sie davon sicher nicht. Das körperfremde Mineralöl dringt nämlich nur in die obersten Hautschichten ein und bildet einen Schutzfilm, der die Hautporen abdichtet. Der Wasserverlust der Haut wir gestoppt und sie fühlt sich weich an – das ist auf den ersten Blick ein schöner Effekt. Doch in Wahrheit ist es eher schlecht die Haut nach aussen abzudichten: Denn der Hautstoffwechsel und die natürliche Regeneration der Haut werden durch den Ölfilm eher gehemmt.


IST MINERALÖL SOGAR KREBSERREGEND?

Der «Übeltäter» im Mineralöl ist «MOAH», kurz für «Mineral Oil Aromatic Hydrocarbons» (aromatische Kohlenwasserstoffe). MOAH steht unter Verdacht Krebs zu erregen und kam bereits vor Jahren als Verunreiniger in Lebensmitteln in den Fokus des Konsumentenschutzes. In Testanalysen kam zum Vorschein, dass Körperöle, Cremes, Baby- und Lippenpflege, Hairstylingprodukte und Vaselinen bekannter Marken mit MOAH belastet sind – und das erheblich.


LIPPENPOMADEN AUS MINERALÖL.

Bei Analysen von Vaselinen wurde eine bis zu 15'000-fach (!) grössere Belastung mit MOAH gemessen, als in Lebensmittel-Tests der Stiftung Warentest festgestellt wurde. Nicht verwunderlich, da Vaseline ausschliesslich aus Mineralöl besteht. Als «potenziell besorgniserregend» stuft die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit («Efsa») deshalb den Einsatz von Mineralölen bei Kosmetika ein. Lippenpflege mit MAOH ist besonders problematisch, da die krebserregende Substanz durch Ablecken und Verschlucken direkt in den Organismus gelangt. Bei den Lippenpomaden und Balsams also lieber auf Naturkosmetik ausweichen und die Produkte auf Mineralölbasis meiden.


HAUTCREMES MIT MINERALÖL – UNSICHERES TERRAIN.

Wie oben bereits geschrieben: Benutzen wir z.B. bei trockener Haut eine mineralölhaltige Lotion, müssen wir uns bewusst sein, dass wir nur einen kurzfristigen Effekt erzielen. Unter der Mineralölschicht bleibt die Haut nämlich genauso angespannt und gestresst wie zuvor – ausserdem dringen Wirkstoffe praktisch gar nicht in sie ein. Da fragt man sich nicht umsonst, wo da der Sinn ist! Welche und wie viele Mineralölbestände durch die Epidermis dringen, lässt sich derzeit nicht eindeutig belegen. Forschungsarbeit zu Mineralölen als kosmetischer Inhaltsstoff sind im Gang – denn Mineralöle gelten als «wahrscheinlich stärkste Verunreinigung des menschlichen Köpers». Deshalb, wer auf Nummer sicher gehen will, besser Finger weg von Kosmetik auf Mineralölbasis.


VORSICHT: BABY-PRODUKTE.

Dass sich Erwachsene freiwillig mit allerlei Substanzen einstreichen – jedem das Seine! Mulmig wird es einem jedoch schon, wenn Baby-Öl weit oben auf der Liste der MOAH-haltigen Produkte auftaucht. Unser Tipp: lieber für Babies zu ganz natürlichen, ungemischten und duftfreien Körperölen greifen, wenn Einölen überhaupt nötig ist, oder das Kleingedruckte* ganz genau lesen. Babies und kleine Kinder sollen sowieso nicht zu stark mit Cremes gepflegt werden, wenn es nicht aus Gesundheitsgründen nötig ist. Babyhaut riecht sowieso 100mal besser als jedes parfümierte Babyöl! :-)

* Achten Sie auf diese Bezeichnungen: Mineral Oil, Petrolatum, Paraffinum Liquidum, Paraffinum Subliquidum, Cera Microcristallina, Microcrystalline Wax, Ozokerit, Ceresin, Vaseline.


FILABÉ: NULL MINERALÖLE, NULL ZUSATZSTOFFE, NULL SORGEN.

Bei der gesamten Produktpalette von Filabé ist kein Tropfen Öl im Spiel, folglich gehen Sie auf Nummer sicher. Ausserdem kommen die Tücher ganz ohne Alkohol, Konservierungsstoffe, Duftstoffe und dergleichen Zusatzstoffe aus, da die Wirkstoffe in Trockenform in der Tuchstruktur integriert sind. Erst mit dem Kontakt mit Wasser werden die Wirkstoffe aktiviert. Da die Inhaltsstoffe natürlichen Ursprungs sind, dringen sie wirklich tief in die Haut ein, wo sie ihre Wirkung entfalten können und das ohne ein Abdichten nach aussen. Sie kriegen Wirkstoffe in ihrer reinsten Form auf die Haut, ganz ohne Risiken und Nebenwirkungen. Alles was die Haut braucht – nicht mehr und nicht weniger.

Wir wünschen Ihnen ein effizientes Pflegeerlebnis mit Filabé – ölfrei!




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